(Die neue) Firefox Reality

von | Apr 6, 2018 | Webentwicklung |

Mit dem sogenannten Quantum-Update bzw. Firefox 57 hatte Mozilla seinem Browser einen modernen Unterbau spendiert. So sorgte etwa die neue CSS-Engine für einen deutlichen Temposchub. Nach dem Erfolg mit Firefox Quantum hat Mozilla den Web-Browser zu Firefox Reality weiterentwickelt. Der nagelneue Firefox Reality kümmert sich besonders um Virtual Reality, Augmented Reality und Mixed Reality. Er soll schon bald plattformübergreifend auf zahlreichen VR-Brillen und weiteren VR- und AR-tauglichen Geräten zum Einsatz kommen: Das teilt uns zumindest Mozillas Technik-Stratege Sean White im Mozilla-Blog mit.

 

Das Thema ist nicht neu für Mozilla – denn eine Web R-Schnittstelle sieht man bereits in der Desktop-Variante ab Version 55, mit der sich VR-Inhalte direkt im Browser anschauen lassen. Dazu wird passende Hardware, wie die Oculus Rift, oder die HTC Vive benötigt. Andere Hersteller arbeiteten auch an einem angenehmen und praktischen Surfen in einer erweiterten Realität. So stellt etwa Oculus – der Headset-Hersteller – den Oculus-Browser zur Verfügung, der jedoch nur auf seiner Brille läuft. Google veröffentlichte vor kurzem eine experimentelle Version seines Chrome-Browsers, der jedoch nur für die Daydream-Plattform funktioniert. Firefox Reality wird jedoch im Gegensatz zur Konkurrenz möglichst plattformübergreifend arbeiten und auf fast allen Geräten funktionieren.

 

Gestaltung des Browsers

Die Tabs sind bei Firefox nicht mehr abgerundet, sondern eckig. Damit unterscheidet sich Firefox nun auch optisch deutlicher von Chrome. Home- und Reload-Button landen standardmäßig links von der Adressleiste und beim Browser-Menü setzt Mozilla auf einzeilige Texteinträge statt riesiger Symbole. Mozillas altbekannte Suchleiste ist jetzt auch mittig platziert. Dort erscheint sogar ein neues Menü, das die zahlreichen Extras des Browsers anzeigt. Darüber lassen kann man per Klick auf das Drei-Punkte-Symbol Links ans Smartphone schicken oder Screenshots der aufgerufenen Seite erstellen.

 

 

Der Browser der Zukunft

Mozilla verspricht, dass Firefox Reality aufgrund seiner Geschwindigkeit und Sicherheit der „Browser der Zukunft“ sein wird. Er ist 2 mal schneller und verbraucht 30% weniger RAM als Chrome. Außerdem kann er auf allen Brillen und Endgeräten laufen. Gleich wie beim Desktop-Browser profitiert Firefox Reality von den Technologien aus Firefox Quantum und kann dank neuer Servo-Engine Inhalte blitzschnell und flüssig anzeigen. Zudem garantiert Mozilla, dass die Privatsphäre der Nutzer im Mittelpunkt steht. Der Reality-Browser soll demnach ein sicheres Surferlebnis bieten. Der XR-Browser steckt noch mitten in der Entwicklung und ist für die nächste Brillengeneration geplant. Sie können jedoch über aktuelle Entwicklungen laufend auf dem Entwickler-Portal GitHub nachlesen.